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| Mexico Yucatan |
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Trotz fortschreitender Globalisierung, befördert durch das nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) und der engen Bande zur übrigen spanischsprachigen Welt (die Tag für Tag gebannt am Bildschirm die Telenovelas aus mexikanischer Produktion verfolgt), bewahrt Mexiko sich seine unverkennbare Individualität. Die Musik, die Szenerie, die Geräusche und Gerüche sind unverwechselbar, und während der Reise durchs Land wird man immer wieder denken: „Das gibt es wirklich nur in Mexiko“ – manchmal voller Bewunderung, manchmal seufzend und kopfschüttelnd, meistens jedoch lächelnd. Dabei darf nicht vergessen werden, dass sich der Schritt vom Entwicklungsland zur Industrienation so rapide vollzogen hat, dass mancher und manches nicht mithalten konnte.
Vielfältig und gegensätzlich ist auch die mexikanische Landschaft: Palmenbestandene, weiße Sandstrände wechseln sich ab mit undurchdringlichen Dschungelgebieten, unfruchtbaren Sand- und Steinwüsten, kargen Hochebenen, alpinen Gebirgsregionen mit rauchenden Vulkanen und schneebedeckten Gipfeln, saftigen Weiden, tiefen Seen und Mangrovensümpfen.
Die berühmte mañana-Mentalität der Mexikaner ist zwar in erster Linie eine ausländische Erfindung, aber auch heute noch wird nicht jeder Fahrplan unbedingt eingehalten, kleine Pannen im ungünstigsten Moment sind an der Tagesordnung und mit Hektik wird man selten etwas erreichen. Besucher tun gut daran, sich der vorherrschenden Lebensphilosophie anzupassen, nach der gearbeitet wird, um zu leben, und nicht umgekehrt. Kleinere Unannehmlichkeiten sind kein Grund zur Aufregung. Bis die Sache in Ordnung gebracht ist, kann man schließlich gut etwas anderes erledigen.
Was Europäern vielleicht mehr zu schaffen macht, ist der krasse Widerspruch zwischen offen zur Schau getragenem Wohlstand auf der einen und bitterster Armut auf der anderen Seite, am deutlichsten spürbar in den Großstädten, wo die Sparmaßnahmen aufgrund des gewaltigen Auslandsschuldenberges am härtesten gegriffen haben.
In Mexiko gelten Europäer als kulturell besonders interessierte Gäste, die das Angebot an Ausgrabungsstätten, Museen und Kulturveranstaltungen zu schätzen wissen. Das Verhältnis zu Europäern ist auch nicht so stark von der Hassliebe belastet, mit der viele Mexikaner den gringos aus den USA begegnen.
In Mexiko, wo einige der faszinierendsten, geheimnisumwobensten Hochkulturen der Menschheit entstanden, werden noch immer „neue“ Tempel und Wohnstätten freigelegt, die zum Beispiel im Rahmen der Reiseroute durch die Mayawelt, die so genannte Mundo Maya, besichtigt und eventuell mit einem Besuch in den Nachbarländern Guatemala und Belize kombiniert werden können.
Quelle und Buchempfehlung: www.stefan-loose.de (Hits: 642)
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