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Patenkinder Matara 317
Patenkinder Matara 317 (Samuel)
Patenkinder von Matara
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Samuel Degen
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Oberschwäbische Barockstraße

Die über 100 Klöster, Kirchen und Schlösser, welche die Oberschwäbische Barockstraße verbindet, sind ein lebendiger Spiegel der oberschwäbischen Geschichte. Die kulturelle Blütezeit des Landstrichs im Zuge der Gegenreformation kann hier auf eindrucksvolle Weise nachempfunden werden.

Üppige Formen, lebendige Farben, eine Architektur, die den Himmel auf die Erde holt: Das ist der Barock, wie er in Oberschwaben zu Hause ist, der den Betrachter vom „Paradies auf Erden“ schwärmen und ihn die Gegend zwischen Donau und Bodensee zum „Himmelreich des Barock“ erheben lässt. Nirgendwo sonst prägen so viele Zeugnisse barocker Baukunst eine Region. Die leicht wellige Landschaft Oberschwabens verschmilzt förmlich mit ihren Bauwerken zu einem Gesamtkunstwerk.
Vor der Entfaltung dieser Pracht mussten jedoch erst die Folgen des 30-jährigen Kriegs überwunden werden - alte Klöster waren niedergebrannt und etliche der einst prächtigen Kirchen waren schwer beschädigt. Doch dann kam der Aufschwung. Einwanderer zogen ins Land, die Bauern bestellten ihre Felder wieder und füllten die Kassen ihrer Lehensherren - in Oberschwaben meist Klöster, deren Macht nach dem katholischen Sieg im 30-jährigen-Krieg gefestigt war. Und die Herren wollten zeigen, wer sie waren und was sie besaßen. So entstanden prächtige Bauten im Stile des Barock, der sich, von Italien ausgehend, schon seit Ende des 16. Jahrhunderts zum vorherrschenden Bau- und Kunststil in Europa entwickelt hatte.
Alles sollte lesbar und verständlich sein. Bei den Klosterbauten dominierten vierflügelige, symmetrische Anlagen mit mächtigen Kirchen, wie sie in Rot an der Rot und Obermarchtal umgesetzt und anderswo, wie in Schussenried und Weingarten, zumindest begonnen wurden. Bei aller Klarheit galt es auch, eine Botschaft, die christliche Botschaft, zu verkünden und das neue Weltbild sichtbar Gestalt annehmen zu lassen. Und so schmückten prächtige Engel und opulente Fresken und Gemälde sakrale wie weltliche Räume. In Deckengemälden wie beispielsweise in den Klosterkirchen von Weingarten, Zwiefalten und Ochsenhausen, in der Wallfahrtskirche Steinhausen und im Bibliothekssaal Bad Schussenried spiegelt sich das Weltbild dieser Zeit wider, in dessen Zentrum die christliche Heilsgeschichte steht.
Die barocke Blüte Oberschwabens kam spät – und sie dauerte nicht sehr lange. Die wichtigsten Bauten des oberschwäbischen Barock entstanden erst im 18. Jahrhundert - und schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts fand die Pracht ihr Ende: Napoleon ordnete Europa neu, eine Folge war die Aufhebung der Klöster im Jahr 1803, um den deutschen Adel für verlorene Gebiete westlich des Rheins zu entschädigen. Oberschwaben versank in der Bedeutungslosigkeit. Die einst so prächtigen barocken Bauten verfielen oder bekamen neue Nutzer: psychiatrische Kliniken, Schulen, Kasernen und Manufakturen. Der Dornröschenschlaf Oberschwabens dauerte bis ins 20. Jahrhundert. Als das deutsche Wirtschaftswunder für Wohlstand sorgte, erwachte auch das Interesse an den alten Barockbauten wieder. Deshalb präsentieren sich die großzügigen Bauten mit ihrer überschwänglichen Dekoration, mit den vielen Engeln, Heiligen und Gelehrten heute so schön, wie wohl nie zuvor.
1966 entschlossen sich Touristiker aus Oberschwaben, dieses Potenzial zu bündeln und gründeten mit der Oberschwäbischen Barockstraße eine der ersten touristischen Straßen Deutschlands, die noch heute eine der beliebtesten ist. Auf vier Routen – insgesamt über 700 Kilometer lang – verbindet sie rund 100 barocke Bauwerke in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markenzeichen der Barockstraße ist ein gelber Putto auf grünem Grund.
Quelle: http://www.barockstrasse.org/ (Hits: 4473)

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